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"Outstanding was Swiss Semjon Bulinsky as Tamino, whose soft, caressing tenor enchanted right from his first aria"

Ury Eppstein,

The Jerusalem Post

"mit schönem, hellem, metallischen Glanz und sicherer Höhe"
Ulrike Hampp-Weigand
Neuburger Rundschau

Semjon Bulinsky, geboren in Luzern, ist ein deutsch-schweizerischer Tenor, der lyrische Linienführung mit strahlender Höhe und sängerischer Agilität verbindet. Seine künstlerische Prägung begann als Mitglied der Luzerner Sängerknaben; den Grundstein für seine Bühnenlaufbahn legte er anschließend mit dem Studium an der Universität der Künste Berlin, das er mit dem Master of Arts abschloss.

Seit der Spielzeit 2018/19 gehört Bulinsky dem Solistenensemble des Theater Vorpommern an. Sein Repertoire reicht von der klassischen Oper über Operette und Musical bis zu zeitgenössischen Werken - eine Bandbreite, die ihn ebenso als lyrischen Liebhaber wie als prägnanten Charaktertenor ausweist. In der Spielzeit 2026/27 ist er unter anderem als Anthony Hope in Sondheims Sweeney Todd sowie als Hexe in Humperdincks Hänsel und Gretel zu erleben.

Zu den Partien, die sein Profil besonders prägen, zählen Tamino (Die Zauberflöte), Don Ottavio (Don Giovanni), Nemorino (L'elisir d'amore), Aeneas (Dido and Aeneas), Camille de Rossillon (Die lustige Witwe) und Alfred (Die Fledermaus). Im Musicalfach gestaltete er Freddy (My Fair Lady), Jamie Wellerstein (The Last Five Years) und Bill Calhoun (Kiss Me, Kate); im zeitgenössischen Repertoire zuletzt Delbert Grady / Bill Watson in Paul Moravecs The Shining.

Seine internationalen Engagements führten ihn neben Deutschland und der Schweiz nach Österreich und Italien sowie nach Südafrika und Israel - darunter sein Tamino an der Oper in Jerusalem, Trimalchio (Satyricon) in Budapest und Charles Wykeham (Charleys Tante) mit der Münchener Kammeroper. Als Konzert- und Opernsolist arbeitete er mit Orchestern wie der Polnischen Baltischen Philharmonie, der Jungen Philharmonie München (Mark Mast), dem ORSO-Orchester Freiburg (Wolfgang Roese), der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz (Karl-Heinz Steffens), der Württembergischen Philharmonie (Ola Rudner) und dem Franz-Schmidt-Kammerorchester Wien (Nicolas Radulescu) zusammen.

Kritiker beschreiben Bulinskys Stimme als „outstanding“ mit „schönem, hellem, metallischem Glanz und sicherer Höhe“ (Neuburger Rundschau). Er ist Preisträger des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs (1. Preis mit Auszeichnung) und wurde durch verschiedene Stipendien gefördert. Aufnahmen liegen auf CD vor und sind in Rundfunk, Fernsehen sowie auf Streaming-Plattformen verfügbar.


Stand: Juni 2026

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